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Website für Handwerker in der Schweiz: Was wirklich wichtig ist

Von Andrin Leuch Aktualisiert: 1. Juli 2026 8 Min. Lesezeit

Eine Handwerker-Website in der Schweiz bringt Aufträge, wenn sie drei Dinge leistet: Sie muss lokal gefunden werden, auf dem Handy sofort verständlich sein und die Kontaktaufnahme einfach machen. Das Wichtigste sind eine klare Leistungsübersicht, das Einzugsgebiet, echte Referenzen sowie Telefonnummer und Anfrageformular gut sichtbar.

Fast die gesamte Schweizer Bevölkerung ist täglich online, und die meisten suchen per Smartphone. Darum entscheidet die mobile Ansicht. Verbinden Sie die Website mit einem verifizierten Google-Unternehmensprofil, denn Google zeigt lokale Betriebe nach Relevanz, Distanz und Bekanntheit an. Die Kosten liegen je nach Umfang meist zwischen rund CHF 900 und CHF 6'400 für eine einfache KMU-Website.

Warum Handwerker eine Website brauchen

Ihre Kunden sind online, auch wenn Ihre Arbeit auf der Baustelle stattfindet. In der Schweiz hatten 2023 rund 98 Prozent der Bevölkerung zu Hause Internetzugang. 92 Prozent nutzten das Internet täglich oder fast täglich. Das meistgenutzte Gerät war dabei das Smartphone.

Wer heute einen Elektriker, Maler oder Sanitär sucht, gibt den Suchbegriff ins Handy ein, nicht ins Telefonbuch. Wenn Ihr Betrieb dort nicht auftaucht, existiert er für diesen Kunden nicht. Der Auftrag geht an den nächsten Betrieb, der online sichtbar ist.

Eine eigene Website ist der einzige Ort, den Sie vollständig selbst kontrollieren. Hier bestimmen Sie, welche Leistungen Sie zeigen, wie Sie Ihr Einzugsgebiet beschreiben und welche Referenzen Sie präsentieren. Google-Profil, local.ch und Bewertungsportale sind wichtig, aber sie verweisen letztlich auf Ihre Website als zentrale Anlaufstelle.

Dazu kommt das Vertrauen. Ein Kunde, der Sie ins Haus lässt, will vorher wissen, mit wem er es zu tun hat. Eine saubere Website mit Gesicht, Team und abgeschlossenen Arbeiten schafft dieses Vertrauen, bevor der erste Anruf erfolgt.

Was eine Handwerker-Website enthalten muss

Eine Handwerker-Website muss keine Kunstform sein. Sie muss die Fragen beantworten, die ein Interessent in den ersten Sekunden hat: Machen die das, was ich brauche? Sind sie in meiner Nähe? Wie erreiche ich sie? Diese Punkte gehören darum weit nach oben.

  • Klare Leistungsübersicht: Was bieten Sie an, verständlich und ohne Fachjargon. Ein Sanitär listet zum Beispiel Reparaturen, Badumbau, Heizung und Notfalldienst.
  • Einzugsgebiet: Nennen Sie Region und konkrete Ortschaften. So weiss der Kunde sofort, ob Sie zu ihm fahren.
  • Telefonnummer und Anfrageformular: Beides gut sichtbar. Auf dem Handy sollte die Nummer mit einem Fingertipp direkt anrufbar sein.
  • Echte Referenzbilder: Fotos abgeschlossener Arbeiten wirken stärker als jede Werbeaussage. Zeigen Sie eigene Projekte, keine Symbolbilder.
  • Erreichbarkeit und Notfall: Öffnungs- oder Erreichbarkeitszeiten. Wenn Sie Pikettdienst anbieten, weisen Sie deutlich darauf hin.
  • Bewertungen und Google-Profil: Verlinken Sie Ihr Google-Unternehmensprofil und zeigen Sie echte Kundenbewertungen.
  • Datenschutzerklärung und Impressum: Seit dem revidierten Datenschutzgesetz von 2023 gehört eine verständliche Datenschutzerklärung auf jede Schweizer Website mit Kontaktformular.

Ein Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der kostenlose Eintrag, mit dem Ihr Betrieb in der Google-Suche und auf Google Maps erscheint. Google gibt an, dass Betriebe mit vollständigen und korrekten Angaben eher in den lokalen Suchergebnissen auftauchen. Vollständigkeit zahlt sich also direkt aus.

Tipp: Halten Sie die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich. Jeder zusätzliche Klick und jedes überflüssige Formularfeld kostet Anfragen. Name, Telefon und eine kurze Beschreibung des Anliegens reichen meist völlig aus.

Was Kunden zuerst sehen wollen (Mobile-First)

In der Schweiz ist das Smartphone das mit Abstand meistgenutzte Gerät für die Internetnutzung. Für Ihre Website heisst das: Die mobile Darstellung ist nicht eine Variante, sie ist der Normalfall. Bauen Sie darum mobile-first, also zuerst für das Handy und erst danach für den grossen Bildschirm.

Der typische Handwerker-Kunde ist selten in entspannter Stimmung. Er hat einen Wasserschaden, einen Stromausfall oder eine kaputte Heizung. Er sucht unterwegs, unter Zeitdruck, mit einer Hand am Telefon. Genau dafür muss Ihre Seite gemacht sein.

Konkret bedeutet mobile-first für eine Handwerker-Website:

  • Grosse, gut lesbare Schrift ohne Zoomen.
  • Anruf- und Anfrage-Button jederzeit sichtbar, ohne langes Scrollen.
  • Kurze Ladezeiten, auch bei mobiler Verbindung.
  • Das Wichtigste zuoberst: Leistung, Ort, Kontakt. Details weiter unten.
  • Antippbare Telefonnummer statt Nummer zum Abschreiben.

Eine Seite, die auf dem Handy langsam lädt, unübersichtlich wirkt oder deren Nummer man nicht direkt antippen kann, verliert den Kunden in Sekunden. Er kehrt zur Suche zurück und ruft beim nächsten Treffer an.

Eine Handwerker-Website auf dem Smartphone: Anrufen, Leistungen, Einzugsgebiet.
Eine Handwerker-Website auf dem Smartphone: Anrufen, Leistungen, Einzugsgebiet.

Beispiel: Sanitär-Betrieb aus der Schweiz

Ein Beispiel macht den Unterschied greifbar. Nehmen wir die fiktive Sanitär Meier GmbH, einen Familienbetrieb in Wetzikon im Zürcher Oberland. An einem Sonntag klingelt das Pikett-Telefon: Rohrbruch in einem Einfamilienhaus.

Die Kundin hat den Betrieb wenige Minuten zuvor per Handy gefunden. Sie hatte "Sanitär Notfall Wetzikon" in die Google-Suche eingegeben. Auf der mobilen Website der Sanitär Meier GmbH sah sie zuoberst den Pikett-Hinweis, direkt darunter eine antippbare Telefonnummer und das Einzugsgebiet Zürcher Oberland.

Zwei echte Referenzbilder abgeschlossener Arbeiten und vier Google-Bewertungen gaben ihr das nötige Vertrauen, ausgerechnet am Sonntag jemanden ins Haus zu lassen. Sie tippte auf die Nummer und rief an. Der Auftrag war gewonnen, bevor sie überhaupt einen zweiten Betrieb angeschaut hatte.

Ohne mobile-optimierte, lokal auffindbare Seite wäre dieser Anruf beim nächsten gelisteten Betrieb gelandet. Das zeigt: Es geht nicht um die schönste Website, sondern um die, die im richtigen Moment auf dem Handy die richtigen Informationen zeigt.

Was eine Handwerker-Website kostet

Eine feste Zahl gibt es nicht, denn die Kosten hängen stark vom Umfang ab. Als Orientierung helfen Marktdaten aus der Schweiz. Eine Auswertung von 36 Schweizer Webagenturen nennt folgende Richtwerte:

Art der WebsitePreisspanne (Richtwert)Durchschnitt
One-Pager (eine Seite)CHF 500 – 3'000ca. CHF 1'200
Einfache KMU-Website (1–10 Seiten)CHF 900 – 6'400ca. CHF 3'100
Stundenansatz AgenturCHF 120 – 250 pro Stunde

Für die meisten Handwerksbetriebe reicht ein One-Pager oder eine kleine Website mit wenigen Seiten. Wichtig ist: Das sind Marktspannen aus einer Agentur-Auswertung, keine amtlichen Zahlen, und sie schwanken je nach Umfang, Anzahl Seiten und Aufwand für Texte und Bilder erheblich.

Zum Erstellungspreis kommen laufende Kosten. Dazu zählen Hosting (der Speicherplatz, auf dem die Website liegt), die jährliche Domain-Gebühr sowie gelegentliche Wartung und Aktualisierungen. Planen Sie diese Posten von Anfang an mit ein.

Tipp: Vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern den Leistungsumfang. Wer erstellt die Texte? Sind Referenzfotos enthalten? Ist die Seite mobile-optimiert und mit dem Google-Profil verbunden? Ein günstiges Angebot ohne diese Punkte kostet Sie am Ende Aufträge.

Wie Sie beim Auswählen einer Agentur oder Lösung vorgehen, lesen Sie im Leitfaden Website erstellen lassen (Leitfaden). Eine ausführliche Übersicht zu den Preisen finden Sie unter Was kostet eine Website?.

Die stärkste Wirkung erzielen Sie, wenn Website und Google-Auftritt zusammenspielen. Google bewertet lokale Suchergebnisse hauptsächlich nach drei Faktoren: Relevanz (wie gut Ihr Profil zur Suche passt), Distanz (die Entfernung zum Suchenden) und Bekanntheit (wie bekannt Ihr Betrieb ist, unter anderem anhand von Verlinkungen und Bewertungen). Ein verifiziertes, vollständig ausgefülltes Profil, gepflegte Öffnungszeiten und Antworten auf Bewertungen zahlen direkt auf diese Faktoren ein. Wie Sie das Schritt für Schritt angehen, zeigt der Leitfaden Google Business Profil optimieren (Leitfaden). Die offiziellen Hinweise dazu finden Sie in der Google-Dokumentation zum lokalen Ranking. Ergänzend erhöht ein Eintrag im führenden Schweizer Verzeichnis local.ch (localsearch) Ihre Auffindbarkeit.

Häufige Fragen

Braucht ein Handwerksbetrieb in der Schweiz überhaupt eine eigene Website?

Ja. Fast die gesamte Schweizer Bevölkerung ist online, und die meisten suchen per Smartphone nach lokalen Dienstleistern. Eine eigene Website ist der Ort, an dem Sie Ihre Leistungen, Ihr Einzugsgebiet und Ihre Referenzen selbst kontrollieren. Sie ist die Basis, auf die Google-Profil, local.ch und Bewertungsportale verweisen. Ohne Website verschenken Sie Anfragen an Mitbewerber, die online sichtbar sind.

Was muss eine Handwerker-Website enthalten, damit sie Aufträge bringt?

Das Wichtigste zuerst: klare Leistungsübersicht, Ihr Einzugsgebiet (Region und Ortschaften), Telefonnummer und ein einfaches Anfrageformular. Dazu gehören echte Referenzbilder abgeschlossener Arbeiten, Öffnungs- oder Erreichbarkeitszeiten sowie Notfall-Hinweise, falls Sie Pikettdienst anbieten. Verlinken Sie Ihr Google-Unternehmensprofil und zeigen Sie Bewertungen. Halten Sie die Kontaktaufnahme so einfach wie möglich, idealerweise mit einem Klick.

Wie wird meine Handwerker-Website bei Google lokal gefunden?

Google bewertet lokale Ergebnisse nach Relevanz, Distanz und Bekanntheit. Legen Sie ein Google-Unternehmensprofil an und verifizieren Sie es, denn nur dann erscheint Ihr Betrieb zuverlässig in der Suche. Füllen Sie alle Angaben vollständig aus, halten Sie Öffnungszeiten aktuell, sammeln Sie Bewertungen und antworten Sie darauf. Verlinken Sie Profil und Website miteinander. Ergänzend hilft ein Eintrag auf local.ch.

Warum ist die mobile Ansicht (Handy) so wichtig?

In der Schweiz ist das Smartphone das meistgenutzte Internetgerät. Ein Kunde mit einem Wasserschaden sucht unterwegs auf dem Handy nach einem Sanitär in der Nähe. Ist Ihre Seite auf dem Handy langsam, unübersichtlich oder die Nummer nicht sofort antippbar, ist er weg. Bauen Sie die Website darum mobile-first: grosse Schrift, kurze Wege, Anruf- und Anfrage-Button immer sichtbar.

Was kostet eine Handwerker-Website in der Schweiz?

Die Preise hängen stark vom Umfang ab. Eine Auswertung von 36 Schweizer Webagenturen nennt für eine einfache Unternehmens-Website (1 bis 10 Seiten) eine Spanne von rund CHF 900 bis CHF 6'400, im Schnitt etwa CHF 3'100. Ein reiner One-Pager liegt bei etwa CHF 500 bis CHF 3'000. Stundenansätze bewegen sich meist zwischen CHF 120 und CHF 250. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting und Wartung. Wichtig: Vergleichen Sie den Leistungsumfang, nicht nur den Preis.

Reicht ein Google-Profil oder local.ch-Eintrag statt einer Website?

Ein verifiziertes Google-Unternehmensprofil und ein local.ch-Eintrag sind sehr wertvoll und teils gratis, ersetzen aber keine eigene Website. Auf dem Verzeichnis konkurrieren Sie direkt mit Mitbewerbern, und Sie können Leistungen, Referenzen und Vertrauen nur begrenzt darstellen. Die stärkste Wirkung entsteht in Kombination: Profil und Verzeichnis für die Sichtbarkeit, die eigene Website als ausführliche Visitenkarte, auf die beide verlinken.

Braucht meine Handwerker-Website eine Datenschutzerklärung?

Ja. Seit dem 1. September 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz für alle Unternehmen. Eine Website mit Kontakt- oder Anfrageformular muss eine verständliche, leicht zugängliche Datenschutzerklärung enthalten. Darin stehen unter anderem, wer für die Daten verantwortlich ist, welche Daten Sie bearbeiten, zu welchem Zweck und ob Sie Daten an Dritte weitergeben. Das gehört zu einer sauberen Handwerker-Website dazu.

Ihre Handwerker-Website, die Aufträge bringt

Sie wollen online gefunden werden und Anfragen statt nur Klicks? Wir bauen Ihnen eine mobile-optimierte Website, die lokal auffindbar ist und den Kontakt einfach macht. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.

Artikel von Andrin Leuch, causa logic · Schweizer Digital-Agentur für KMU. Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026. Mehr über Causa