Website erstellen lassen in der Schweiz: Kosten, Tipps und worauf Sie achten müssen
Eine professionelle Website in der Schweiz erstellen zu lassen kostet je nach Anbieter und Umfang meist zwischen rund CHF 1'500 und CHF 15'000. Freelancer sind erfahrungsgemäss günstiger und liegen oft bei CHF 1'500 bis 5'000. Agenturen bieten mehr Leistung und liegen häufig bei CHF 3'000 und mehr. Einfache Baukasten-Lösungen sind ab wenigen hundert Franken möglich, kosten aber Zeit und Eigenarbeit.
Rechnen Sie zusätzlich mit laufenden Kosten für Domain und Hosting: grob CHF 12 bis 20 pro Jahr für die Domain und rund CHF 100 bis 250 pro Jahr fürs Hosting, dazu optional die Wartung. Achten Sie beim Anbieter auf ein paar Dinge, die nicht verhandelbar sind: eine saubere Darstellung auf dem Smartphone, ein Impressum, eine Datenschutzerklärung nach revDSG und darauf, dass Sie Inhalte später selbst pflegen können. Die genannten Preise sind Marktbeobachtungen einzelner Schweizer Anbieter, keine amtliche Statistik. Nutzen Sie sie als Richtwert, nicht als Festpreis.
Inhalt
- Brauche ich als KMU wirklich eine eigene Website?
- Was kostet eine professionelle Website in der Schweiz?
- Was muss eine gute KMU-Website können?
- WordPress, Baukasten oder statisch – was ist das Richtige?
- Wie läuft ein Website-Projekt ab?
- Häufige Fehler bei der Website-Erstellung
- Checkliste: Das liefern Sie Ihrem Webdesigner
- Beispiele: Coiffeur, Restaurant, Handwerker
- Häufige Fragen
Brauche ich als KMU wirklich eine eigene Website?
Kurz: In den allermeisten Fällen ja. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen über 99 Prozent aller marktwirtschaftlichen Unternehmen in der Schweiz aus und stellen rund zwei Drittel der Arbeitsplätze. Das ist der Wirtschaftsmotor des Landes, und ein grosser Teil davon konkurriert um dieselben lokalen Kunden. Wer online nicht auffindbar ist, überlässt diese Kunden der Konkurrenz.
Die Schweizerinnen und Schweizer sind digital sehr aktiv. 2023 hatten 98 Prozent der Bevölkerung zu Hause einen Internetzugang, und 92 Prozent nutzten das Internet täglich oder fast täglich. Das meistgenutzte Gerät war mit 96 Prozent das Smartphone (Bundesamt für Statistik). Wer heute einen Coiffeur, ein Restaurant oder einen Handwerker sucht, zückt in aller Regel das Handy und googelt.
Zum Vergleich ein Blick über die Grenze: In der EU hatten 2025 rund 79 Prozent der Unternehmen eine eigene Website, bei kleinen Betrieben waren es etwa 77 Prozent, bei grossen rund 96 Prozent (Eurostat). Eine belastbare, Schweiz-spezifische Quote für KMU-Websites gibt es nicht. Klar ist aber: Eine eigene Website ist längst Standard und keine Kür mehr.
Eine Website gehört Ihnen. Anders als ein Profil auf einer Social-Media-Plattform bestimmen Sie über Inhalt, Aussehen und die Regeln. Sie sind rund um die Uhr erreichbar, können Ihre Leistungen und Preise erklären und Vertrauen aufbauen, bevor ein Interessent überhaupt anruft. Für die lokale Auffindbarkeit ergänzen Sie die Website ideal mit einem kostenlosen Google Unternehmensprofil (früher Google My Business), das Sie in der Google-Suche und in Google Maps zeigt.
Tipp: Website und Google Unternehmensprofil gehören zusammen. Die Website erklärt Ihr Angebot ausführlich, das Profil sorgt dafür, dass Sie bei der lokalen Suche und in der Karte überhaupt erscheinen. Beides zusammen wirkt stärker als eines allein.
Was kostet eine professionelle Website in der Schweiz?
Vorweg das Wichtigste: Es gibt keine amtliche Preisstatistik für Websites. Alle Zahlen sind Marktbeobachtungen einzelner Anbieter. Nehmen Sie sie als grobe Orientierung, nicht als festen Tarif. Der Preis hängt von Umfang, Design, Funktionen und davon ab, wer die Arbeit macht.
Als Richtwert liegt eine professionelle KMU-Website in der Schweiz meist zwischen rund CHF 1'500 und CHF 15'000. Die grosse Spanne erklärt sich durch die Bandbreite: vom schlanken One-Pager bis zur umfangreichen Seite mit Shop und individuellem Design. Eine Analyse von 36 Schweizer Agenturen nennt für einen One-Pager eine Spanne von etwa CHF 500 bis 3'000 (Schnitt rund CHF 1'200) und für eine einfache Website mit 1 bis 10 Seiten rund CHF 900 bis 6'400 (Schnitt rund CHF 3'100). Der durchschnittliche Stundensatz Schweizer Webagenturen liegt in derselben Erhebung bei CHF 120 bis 250 (Quelle: beyondweb.ch).
Freelancer, Agentur oder Baukasten
Wer die Website baut, macht beim Preis viel aus. Es gibt grob drei Wege:
- Baukasten selbst gemacht: Anbieter mit Baukasten-System sind ab wenigen hundert Franken pro Jahr zu haben. Günstig im Geld, aber teuer in der Zeit. Design, Texte und Pflege machen Sie selbst.
- Freelancer: Erfahrungsgemäss günstiger als eine Agentur, oft im Bereich CHF 1'500 bis 5'000. Sie haben eine feste Ansprechperson, dafür weniger Kapazität und meist ein enger gefasstes Leistungsspektrum.
- Agentur: Bietet in der Regel mehr Leistung aus einer Hand (Strategie, Design, Technik, Texte) und liegt häufig bei CHF 3'000 und mehr. Dafür gibt es Verlässlichkeit, ein Team und meist auch Wartung.
Laufende Kosten nicht vergessen
Mit dem Startpreis ist es nicht getan. Eine Website verursacht laufende Kosten, die Sie von Anfang an einplanen sollten:
- Domain: die Adresse Ihrer Website, grob CHF 12 bis 20 pro Jahr für eine .ch-Domain.
- Hosting: der Speicherplatz auf dem Server, je nach Anbieter etwa CHF 100 bis 250 pro Jahr.
- Wartung und Änderungen: Updates, kleine Anpassungen, neue Inhalte. Entweder nach Aufwand oder als festes Wartungspaket. Klären Sie das vor dem Start.
Ein SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung (https) muss dabei nichts kosten. Über Let's Encrypt gibt es kostenlose Zertifikate, die viele Schweizer und internationale Hoster als Ein-Klick-Lösung einrichten und automatisch erneuern. Dazu später mehr.
| Weg | Richtwert einmalig | Passt für |
|---|---|---|
| Baukasten (selbst) | ab wenige hundert CHF/Jahr | Kleinstbudget, viel Eigenzeit |
| Freelancer | ca. CHF 1'500–5'000 | kleine, klar umrissene Projekte |
| Agentur | ab ca. CHF 3'000 | volle Leistung, wenig Eigenaufwand |
Eine ausführliche Aufschlüsselung finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Website?
Was muss eine gute KMU-Website können?
Eine gute Website ist keine digitale Visitenkarte, die nur schön aussieht. Sie soll arbeiten: gefunden werden, Vertrauen schaffen und Anfragen bringen. Diese Punkte gehören für ein KMU dazu.
Mobile Darstellung zuerst
Ihre Website muss auf dem Smartphone einwandfrei funktionieren. Das ist keine Kür. In der Schweiz erfolgen rund 38 Prozent aller Internet-Seitenaufrufe über mobile Endgeräte (StatCounter via Statista, 2024), und für die lokale Suche nach einem Betrieb dürfte der Anteil noch höher liegen. Wenn Texte zu klein sind, Schaltflächen sich nicht treffen lassen oder die Seite ewig lädt, sind Besucher schnell wieder weg.
Verschlüsselung (SSL/https)
Jede seriöse Website läuft heute über https. Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen Besucher und Server, sichtbar am Schloss-Symbol im Browser. Ohne warnen moderne Browser aktiv vor der Seite. Zudem bestätigte Google bereits im August 2014, dass HTTPS ein Ranking-Signal in der Suche ist. Es ist eines von vielen Signalen, kein Wundermittel, aber ein sauberes Fundament.
Rechtliche Pflichtseiten
Zwei Seiten sind für gewerbliche Anbieter Pflicht:
- Impressum: In der Schweiz gibt es kein eigenes Impressumsgesetz wie in Deutschland. Die Pflicht ergibt sich aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), konkret aus Artikel 3 Absatz 1 lit. s. Wer gewerblich Waren oder Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet, muss klar über Identität und Kontaktadresse informieren.
- Datenschutzerklärung: Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) ist am 1. September 2023 in Kraft getreten und gilt für alle Schweizer Unternehmen, die Personendaten bearbeiten, auch für Einzelfirmen. Eine leicht auffindbare, verständliche Datenschutzerklärung ist Folge der verschärften Informationspflicht.
Zu den Impressum-Pflichtangaben gehören der vollständige Name beziehungsweise Firmenname mit Rechtsform, eine physische Postadresse (kein blosses Postfach) und eine E-Mail-Adresse. Empfohlen werden zusätzlich Telefonnummer sowie Handelsregister- und MWST-Nummer.
Selbst pflegbar und auf Anfragen ausgelegt
Sie sollten Inhalte später selbst ändern können, ohne für jede Kleinigkeit zu bezahlen. Ein Redaktionssystem (CMS) macht das möglich. Ebenso wichtig: Machen Sie es Interessenten leicht, Kontakt aufzunehmen. Ein einfaches Kontaktformular, eine gut sichtbare Telefonnummer und die Adresse mit Anfahrt gehören auf jede KMU-Website.
WordPress, Baukasten oder statisch – was ist das Richtige?
Es gibt nicht die eine beste Lösung. Die richtige Technik hängt von Ihrem Bedarf ab: davon, wie oft Sie Inhalte ändern, wie individuell das Design sein soll und wie viel Sie selbst machen wollen. Drei Ansätze sind verbreitet.
WordPress und andere CMS
Ein CMS (Content-Management-System, zu Deutsch Redaktionssystem) trennt Inhalt und Technik, sodass Sie Texte und Bilder selbst pflegen. WordPress ist mit Abstand das meistgenutzte System: Es läuft auf rund 41,5 Prozent aller Websites weltweit und hat unter allen Websites mit CMS einen Marktanteil von etwa 59,2 Prozent (W3Techs, Stand Juli 2026). Diese Zahlen sind global, nicht Schweiz-spezifisch, und sie belegen die Verbreitung, nicht die Eignung für Ihren Einzelfall. Der Vorteil: viele Vorlagen, viele Erweiterungen, viele Fachleute. Der Preis dafür sind regelmässige Updates, um das System sicher zu halten.
Baukasten-Systeme
Baukästen wie Wix oder Squarespace richten sich an Anwender ohne Technikkenntnisse. Sie bauen die Seite im Browser per Klick zusammen. Das ist schnell und günstig im Einstieg, dafür sind Sie an das jeweilige System gebunden und bei Design und Funktionen eingeschränkter. Für einen sehr kleinen Betrieb, der selbst Hand anlegen will, kann das reichen.
Statische Websites
Eine statische Website besteht aus fertigen Seiten ohne Datenbank im Hintergrund. Sie ist dadurch sehr schnell, sicher und wartungsarm, weil es wenig gibt, das angegriffen oder aktualisiert werden muss. Der Kompromiss: Ohne CMS ist das eigenständige Bearbeiten eingeschränkter. Für eine schlanke Firmen-Website, die sich selten ändert, ist das oft die eleganteste Lösung.
Tipp: Lassen Sie sich nicht von Pauschalurteilen leiten. Weder ist WordPress immer die beste Wahl, noch sind Baukästen grundsätzlich unprofessionell. Entscheidend ist, was Sie brauchen: Wie oft ändern Sie Inhalte, wie individuell soll es aussehen, wie viel wollen Sie selbst tun?
Einen ausführlichen Vergleich lesen Sie im Ratgeber Statisch vs. WordPress.
Wie läuft ein Website-Projekt ab?
Ein Website-Projekt folgt meist einem klaren Ablauf. Wenn Sie wissen, was auf Sie zukommt, können Sie gut vorbereitet einsteigen und das Projekt beschleunigen. Diese Phasen sind typisch:
- 1. Erstgespräch und Ziele: Sie klären mit dem Anbieter, was die Website leisten soll, wer die Zielgruppe ist und welche Seiten Sie brauchen. Hier wird auch das Budget grob eingeordnet.
- 2. Konzept und Struktur: Der Aufbau wird festgelegt: welche Seiten, welche Inhalte, welche Menüführung. Oft entsteht eine einfache Skizze der Seitenstruktur.
- 3. Design: Aussehen, Farben und Schriften werden gestaltet, meist passend zu Ihrem bestehenden Auftritt. Sie geben das Design frei, bevor es weitergeht.
- 4. Umsetzung: Der Anbieter baut die Website technisch auf und füllt sie mit Ihren Inhalten. Jetzt kommt es auf Ihre Texte und Fotos an.
- 5. Test und Freigabe: Die Seite wird auf verschiedenen Geräten geprüft, Links, Formulare und mobile Darstellung getestet. Sie kontrollieren alles und geben frei.
- 6. Veröffentlichung: Die Website geht auf Ihrer Domain online, mit SSL-Zertifikat. Danach folgt idealerweise eine kurze Einführung, damit Sie selbst Inhalte pflegen können.
Der grösste Zeitfresser sind fast immer die Inhalte. Texte, Bilder und Freigaben stocken oft auf Ihrer Seite. Je schneller Sie liefern, desto zügiger ist die Website fertig. Eine einfache KMU-Website ist damit oft in zwei bis sechs Wochen online, grössere Projekte dauern mehrere Monate.
Häufige Fehler bei der Website-Erstellung
Viele Website-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an vermeidbaren Fehlern. Diese sehen wir am häufigsten:
- Nur ans Aussehen denken: Eine hübsche Seite ohne klaren Zweck bringt keine Anfragen. Legen Sie zuerst fest, was die Website erreichen soll.
- Die mobile Ansicht vergessen: Wird nur am grossen Bildschirm geplant, sieht die Seite auf dem Handy oft schlecht aus, obwohl ein grosser Teil der Besucher genau von dort kommt.
- Rechtliche Seiten weglassen: Ohne Impressum und Datenschutzerklärung riskieren Sie rechtliche Folgen. Beide gehören von Anfang an dazu.
- Keinen eigenen Zugang aushandeln: Wer die Website nicht selbst ändern kann, zahlt für jede Kleinigkeit und ist vom Anbieter abhängig. Klären Sie den Zugang vorab.
- Inhalte unterschätzen: Texte und Fotos brauchen Zeit. Wer damit erst am Ende beginnt, verzögert das ganze Projekt.
- Nur auf den Preis schauen: Das günstigste Angebot ist selten das beste. Achten Sie darauf, welche Leistung wirklich enthalten ist, gerade bei Wartung und laufenden Kosten.
- Auffindbarkeit vergessen: Eine Website allein wird nicht automatisch gefunden. Ohne solide Grundlagen für Suchmaschinen und ohne Google Unternehmensprofil bleibt sie unsichtbar.
Checkliste: Das liefern Sie Ihrem Webdesigner
Je besser Sie vorbereitet sind, desto schneller und günstiger wird das Projekt. Diese Dinge sollten Sie bereithalten, bevor die Umsetzung startet:
- Ziel der Website: Was soll sie erreichen? Mehr Anfragen, Reservierungen, Bekanntheit?
- Seitenstruktur: Welche Seiten brauchen Sie? Meist Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt plus Impressum und Datenschutzerklärung.
- Texte: Ihre Angebote, Preise (falls gewünscht) und Ihre Geschichte. Wer schreibt sie, Sie oder der Anbieter?
- Bilder: Gute Fotos von Ihrem Betrieb, Team und Ihren Arbeiten. Lieber echte Bilder als Symbolfotos.
- Logo und Farben: Vorhandene Vorlagen, damit die Website zu Ihrem Auftritt passt.
- Kontaktdaten: Firmenname mit Rechtsform, physische Adresse, E-Mail und Telefon fürs Impressum.
- Domain und Hosting: Haben Sie schon eine Domain oder ein Hosting? Falls ja, die Zugangsdaten.
- Beispiele: Websites, die Ihnen gefallen, als Orientierung für den Stil.
Tipp: Sammeln Sie Texte und Fotos, bevor das Projekt startet. Genau hier verzögern sich die meisten Website-Projekte, weil die Inhalte fehlen.
Beispiele: Coiffeur, Restaurant, Handwerker
Wie sieht das in der Praxis aus? Drei typische KMU-Situationen zeigen, worauf es je nach Branche ankommt.
Coiffeursalon in Rapperswil-Jona
Ein Coiffeursalon in Rapperswil-Jona will endlich online sichtbar sein. Bisher kommen Neukunden nur über Mundpropaganda. Geplant ist eine schlanke Website mit fünf Seiten: Start, Leistungen mit Preisen, Team, Kontakt mit Anfahrt sowie Impressum plus Datenschutzerklärung. Alles mobil optimiert, denn die meisten Besucher suchen per Smartphone.
Zusätzlich wird ein kostenloses Google Unternehmensprofil eingerichtet, damit der Salon in Google Maps und in der lokalen Suche erscheint. Ein Online-Terminwunsch-Formular sendet Anfragen direkt per Mail. Das Budget liegt im tieferen vierstelligen Franken-Bereich, das Hosting bringt ein kostenloses Let's-Encrypt-SSL mit, und die Inhaberin kann Inhalte über ein CMS später selbst anpassen.
Restaurant
Bei einem Restaurant zählen andere Dinge. Gäste wollen vor dem Besuch die Speisekarte sehen, die Öffnungszeiten kennen und den Weg finden. Wichtig sind daher eine stets aktuelle Menükarte, appetitliche Fotos, Öffnungszeiten, eine Karte mit Anfahrt und eine einfache Möglichkeit, einen Tisch zu reservieren oder anzurufen. Mehr dazu im Ratgeber Website für Restaurants.
Handwerker
Ein Handwerksbetrieb überzeugt mit Referenzen. Interessenten wollen sehen, was Sie können, und schnell Kontakt aufnehmen. Bewährt haben sich eine klare Übersicht der Leistungen, eine Galerie mit Vorher-Nachher-Bildern abgeschlossener Arbeiten, das Einzugsgebiet und eine gut sichtbare Telefonnummer für die Offertanfrage. Details finden Sie im Ratgeber Website für Handwerker.
So unterschiedlich die Branchen sind, das Fundament ist überall gleich: mobil optimiert, mit SSL, mit den rechtlichen Pflichtseiten und ergänzt durch ein Google Unternehmensprofil für die lokale Sichtbarkeit. Wie diese Bausteine zusammenspielen, zeigt der Leitfaden zur digitalen Sichtbarkeit für KMU.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?
Das hängt stark vom Umfang ab. Eine einfache KMU-Website mit wenigen Seiten ist oft in zwei bis sechs Wochen fertig. Grössere Projekte mit vielen Seiten, individuellem Design oder Shop dauern mehrere Monate. Ein grosser Teil der Zeit geht für Inhalte drauf: Texte, Fotos und Freigaben. Je schneller Sie diese liefern, desto schneller geht das Projekt.
Muss ich nach der Erstellung noch etwas bezahlen (Hosting, Updates)?
Ja, mit laufenden Kosten müssen Sie rechnen. Eine Domain kostet grob CHF 12 bis 20 pro Jahr, das Hosting je nach Anbieter etwa CHF 100 bis 250 pro Jahr. Dazu kommen oft optionale Kosten für Wartung, Updates und kleine Änderungen, entweder pro Aufwand oder als Wartungspaket. Klären Sie diese Punkte vor dem Start.
Was ist der Unterschied zwischen Domain und Hosting?
Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel ihrefirma.ch. Das Hosting ist der Speicherplatz auf einem Server, auf dem die Inhalte Ihrer Website liegen. Ein einfacher Vergleich: Die Domain ist die Adresse, das Hosting ist das Haus. Sie brauchen beides, damit die Website erreichbar ist, und es sind meist getrennte Verträge.
Brauche ich eine App oder reicht eine Website?
Für die allermeisten KMU wie Coiffeure, Restaurants oder Handwerker reicht eine Website vollständig aus. Eine moderne, mobil optimierte Website lässt sich auf dem Smartphone genauso gut nutzen wie eine App, verursacht aber deutlich weniger Kosten und Aufwand. Eine eigene App lohnt sich nur, wenn Sie besondere Funktionen brauchen, die eine Website nicht bieten kann.
Kann ich die Website später selbst bearbeiten?
Ja, wenn die Website auf einem Redaktionssystem (CMS) wie WordPress aufgebaut ist, können Sie Texte, Bilder und oft ganze Seiten selbst ändern, ohne Programmierkenntnisse. Klären Sie vor dem Start, ob Sie einen solchen Zugang erhalten und ob eine kurze Einführung dabei ist. Bei rein statischen Seiten ist das Selbstbearbeiten meist eingeschränkter.
Muss ich ein Impressum auf meiner Schweizer Website haben?
Wenn Sie gewerblich Produkte oder Dienstleistungen anbieten, ja. Die Pflicht ergibt sich aus Artikel 3 Absatz 1 lit. s des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Sie müssen klar angeben, wer Sie sind: Firmenname mit Rechtsform, eine physische Adresse (kein blosses Postfach) und eine E-Mail-Adresse. Fehlt das, drohen rechtliche Folgen.
Was ist ein SSL-Zertifikat und brauche ich das?
Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen Besucher und Website, erkennbar am https und am Schloss-Symbol im Browser. Ja, Sie brauchen es: Ohne verschlüsselte Verbindung warnen Browser vor der Seite, und Google nutzt HTTPS seit 2014 als Ranking-Signal. Über Let's Encrypt gibt es kostenlose Zertifikate, die viele Hoster automatisch einrichten und erneuern.
Wie viele Unterseiten braucht eine KMU-Website mindestens?
Es gibt keine gesetzliche Mindestzahl. In der Praxis hat eine solide KMU-Website oft vier bis sechs Seiten: Startseite, Leistungen oder Angebot, Über uns, Kontakt sowie die rechtlich nötigen Seiten Impressum und Datenschutzerklärung. Ein einzelner One-Pager kann für sehr kleine Betriebe genügen, muss aber Impressum und Datenschutzerklärung ebenfalls enthalten.
Website erstellen lassen – wir beraten Sie kostenlos
Sie überlegen, eine Website für Ihr KMU erstellen zu lassen, und möchten wissen, was für Sie sinnvoll ist? In einer kostenlosen Erstberatung klären wir Ihre Ziele, den passenden Umfang und die nächsten Schritte, unverbindlich und ohne Fachjargon.
Artikel von Andrin Leuch, causa logic · Schweizer Digital-Agentur für KMU. Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026. Mehr über Causa
Quellen und weiterführende Informationen: Impressumspflicht Schweiz (UWG) – activeMind.ch, Neues Datenschutzgesetz (revDSG) – KMU-Portal des Bundes, HTTPS als Ranking-Signal – Google Search Central, Kostenlose SSL-Zertifikate – Let's Encrypt.