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Website für Ihr Restaurant in der Schweiz: Mehr Gäste durch digitale Sichtbarkeit

Von Andrin Leuch Aktualisiert: 1. Juli 2026 8 Min. Lesezeit

Eine Restaurant-Website in der Schweiz bringt mehr Gäste, wenn sie die wichtigsten Fragen sofort beantwortet: Speisekarte, Öffnungszeiten, Standort, Kontakt und eine einfache Online-Reservierung. Gäste informieren sich heute vor dem Besuch online und wollen zuerst die Karte sehen. Wer diese Angaben mobil, schnell und aktuell liefert, gewinnt Besuche, die sonst zum nächsten Lokal weiterziehen.

Am stärksten wirkt die Kombination aus einem gepflegten Google-Unternehmensprofil und einer eigenen Website. Google bringt Sichtbarkeit in Suche und Maps, die Website liefert die vollständige Speisekarte, echte Fotos und den direkten Reservierungs-Button ohne Provision. Wichtig ist, dass die Seite auf dem Handy schnell lädt und dass alle Angaben mit Google übereinstimmen. Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, was auf die Seite gehört, welche Reservierungssysteme es in der Schweiz gibt und wie Sie beides sinnvoll verbinden.

Warum Ihr Restaurant eine eigene Website braucht

Die Schweizer Gastronomie ist gross und umkämpft. 2023 zählte die Branche rund 23'300 Gastronomieunternehmen, die häufigste Betriebsform sind Restaurants, Imbissstuben, Tea-Rooms und Gelaterias (Quelle: Bundesamt für Statistik). Insgesamt arbeiteten rund 187'300 Personen in der Gastronomie, davon etwa 137'800 in Restaurants und ähnlichen Betrieben. Bei dieser Dichte entscheidet oft die Sichtbarkeit im Internet darüber, wer gefunden wird.

Und die Suche findet fast überall auf dem Handy statt. 2023 hatten 98 Prozent der Schweizer Bevölkerung zu Hause Internetzugang, und 96 Prozent nutzten das Smartphone als meistgenutztes Gerät (Quelle: Bundesamt für Statistik). Wer nach einem Restaurant sucht, tut das unterwegs, spontan und mobil. Findet er dabei keine Speisekarte und keine Öffnungszeiten, wechselt er zum nächsten Treffer.

Wie stark sich das Verhalten ins Internet verlagert hat, zeigt eine Schweizer Auswertung von localsearch. Für die Studie wurden die Reservierungssysteme von 268 Restaurants im Zeitraum Januar 2017 bis Juni 2019 analysiert. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte aller Online-Reservationen (59 Prozent) entfiel auf Restaurantbesuche, deutlich mehr als auf Coiffeur oder Arzt. Reservieren ist damit einer der häufigsten Gründe, online aktiv zu werden.

Ergänzende Zahlen aus Deutschland zeigen dieselbe Richtung. Laut einer Bitkom-Umfrage von 2024 schauen sich dort 53 Prozent der Befragten in der Regel online die Speisekarte an, bevor sie ein neues Restaurant oder Café besuchen; bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 65 Prozent. Rund 69 Prozent erwarten, dass Restaurants und Cafés im Internet mit Fotos und Informationen präsent sind. Diese Werte stammen aus Deutschland, nicht aus der Schweiz, doch das Grundmuster gilt auch hier: Gäste recherchieren vor dem Besuch.

Must-have-Inhalte jeder Restaurant-Website

Eine Restaurant-Website muss keine Kunstseite sein. Sie muss die Fragen beantworten, die ein Gast vor dem Besuch stellt. Fünf Inhalte gehören auf jede Seite:

  • Aktuelle Speisekarte mit Preisen, gut lesbar auf dem Handy. Das ist der wichtigste Inhalt überhaupt.
  • Öffnungszeiten, inklusive Feiertagen, Ruhetagen und Betriebsferien. Nichts ärgert Gäste mehr als eine geschlossene Tür trotz anderslautender Angabe.
  • Adresse mit Karte und Anfahrt, damit Gäste den Weg und Parkmöglichkeiten sofort finden.
  • Kontaktmöglichkeiten: Telefonnummer zum Antippen und ein klarer Reservierungs-Button.
  • Echte Fotos vom Lokal, der Terrasse und den Gerichten. Echte Bilder schaffen Vertrauen, Symbolbilder wirken beliebig.

Entscheidend ist die Darstellung auf dem Handy. Die Seite muss schnell laden und ohne Zoomen lesbar sein. Lange Ladezeiten und schwer bedienbare Menüs kosten Gäste, bevor sie überhaupt Ihre Karte gesehen haben. Halten Sie den Aufbau schlank und stellen Sie die Speisekarte und den Reservierungs-Button nach oben.

Tipp: Formulieren Sie Ihre Speisekarte als echten Text, nicht als Foto einer gedruckten Karte. Text lädt schneller, ist auf dem Handy lesbar und lässt sich von Google auslesen und im Unternehmensprofil anzeigen.

Online-Reservierung integrieren

Ein Reservierungs-Button senkt die Hürde für den Besuch, weil Gäste jederzeit reservieren können, auch ausserhalb der Öffnungszeiten. Für die Schweiz gibt es mehrere Systeme, die sich in die Website einbetten lassen und sich vor allem im Preismodell unterscheiden.

MyLOCALINA von localsearch ist ein Online-Reservierungssystem für die Gastronomie mit einem komplett kostenlosen Abo, ohne zusätzliche Gebühren pro Reservierung. Für kleinere Betriebe ist das oft der einfachste Einstieg. aleno ist ein weiteres Schweizer System: Pro Monat sind die ersten 600 über das System platzierten Gäste kostenlos, danach kostet es maximal CHF 0.10 pro Gast, gedeckelt bei höchstens CHF 284 pro Monat. So bleiben die Kosten planbar.

Achten Sie bei der Wahl auf drei Punkte: Passt das Preismodell zu Ihrem Betrieb (Pauschale oder Abrechnung pro Gast)? Lässt sich das System sauber in Ihre Website einbetten, damit Gäste die Seite nicht verlassen müssen? Und landen die Reservierungen dort, wo Ihr Team sie sieht? Ein Button, der nur zu einem externen Portal führt, wirkt weniger persönlich als eine Reservierung direkt auf Ihrer Seite.

Eine Restaurant-Website mit Speisekarte und direkter Reservation.
Eine Restaurant-Website mit Speisekarte und direkter Reservation.

Speisekarte online: PDF oder dynamisch?

Viele Restaurants laden ihre gedruckte Karte als PDF hoch. Das ist bequem, aber selten die beste Lösung. Ein PDF lädt langsam, lässt sich auf dem Handy nur mit Zoomen lesen und wird von Google schlechter ausgewertet. Eine dynamische Speisekarte, also eine normale Textseite direkt auf der Website, ist mobilfreundlich, schnell aktualisierbar und für Suchmaschinen leichter lesbar.

Ein weiterer Vorteil liegt im Zusammenspiel mit Google. Google kann die Menüdaten automatisch von Ihrer Unternehmenswebsite übernehmen (transkribieren), damit die Karte auch im Unternehmensprofil korrekt erscheint. Eine sauber strukturierte Textkarte erleichtert das. Als klare Empfehlung, nicht als starre Regel, gilt daher: dynamische Karte statt PDF.

KriteriumPDF-MenüDynamische Karte
Ladezeit auf dem HandyLangsamSchnell
Lesbarkeit ohne ZoomenSchlechtGut
AktualisierenNeues PDF nötigDirekt im Text
Auslesbar durch GoogleEingeschränktJa

Egal welche Variante Sie wählen: Am wichtigsten ist, dass die Karte aktuell ist. Veraltete Gerichte oder falsche Preise ärgern Gäste am meisten und beschädigen das Vertrauen. Pflegen Sie die Karte bei jeder Änderung mit.

Google und Website: maximale Wirkung

Website und Google-Unternehmensprofil sind kein Entweder-oder, sondern ein Team. Ein Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist der kostenlose Eintrag, der Ihr Restaurant in Suche und Maps sichtbar macht. Google bietet Restaurants sogar ein spezielles Profil, das Speisekarte, Fotos, Öffnungszeiten und Reservierungslinks direkt in Suche und Maps darstellt. Sie können dort eine Speisekarte mit Abschnitten wie Vorspeisen und Hauptgerichten, Beschreibungen und Preisen anlegen. Das Profil ist und bleibt kostenlos.

Die Website liefert das, was ins Profil nicht passt: die vollständige Karte, echte Fotos, Ihre Geschichte und den Reservierungs-Button ohne Provision. Google kann die Menüdaten von Ihrer Website übernehmen, sodass beide Kanäle konsistent bleiben. Wichtig ist, dass Öffnungszeiten, Adresse und Speisekarte auf Website und Profil identisch sind. Widersprechen sich die Angaben, entsteht Frust.

Planen Sie Änderungen mit etwas Vorlauf. Passen Sie etwas im Google-Unternehmensprofil an, kann es 24 bis 48 Stunden dauern, bis die Änderung in Google Maps und in der Suche sichtbar wird. Vor Feiertagen oder Betriebsferien lohnt es sich also, rechtzeitig zu aktualisieren. Wie Sie Ihr Profil systematisch aufbauen, lesen Sie im Leitfaden zum Google Business Profil optimieren.

Beispiel: Familienrestaurant in Weesen am Walensee

Ein Familienrestaurant in Weesen (SG) wird an Sommerwochenenden von Ausflüglern gefunden, die auf dem Handy nach «Restaurant Walensee» googeln. Bisher gibt es nur ein Google-Profil ohne Speisekarte. Viele rufen für die Karte an oder gehen gleich weiter zum nächsten Lokal.

Mit einer schlanken Website ändert sich das. Eine mobil-optimierte Speisekarte mit Preisen, Terrassen-Fotos, Öffnungszeiten, Anfahrt und einem Reservierungs-Button über MyLOCALINA zeigt Gästen sofort das Angebot. Sie reservieren mit einem Klick, statt anzurufen. Website und Google-Profil zeigen dieselben Öffnungszeiten, auch angepasst für Feiertage und Betriebsferien. So verliert das Restaurant weniger Laufkundschaft und wirkt professioneller.

Wollen Sie tiefer einsteigen, helfen zwei weitere Ratgeber weiter: der Überblick, wie Sie eine Website erstellen lassen, und die Frage, was eine Website kostet.

Häufige Fragen

Braucht mein Restaurant eine eigene Website, wenn ich schon ein Google-Unternehmensprofil habe?

Ja, beides gehört zusammen. Das Google-Unternehmensprofil sorgt dafür, dass Sie in der Suche und in Google Maps gefunden werden, mit Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Es ersetzt aber keine Website: Auf der eigenen Seite zeigen Sie die vollständige Speisekarte, echte Bilder, Ihre Geschichte und einen Reservierungs-Button ohne Provision. Google kann die Menüdaten sogar von Ihrer Website übernehmen und im Profil anzeigen. Wer beides pflegt und konsistent hält, wirkt professioneller und gewinnt eher das Vertrauen neuer Gäste.

Welche Inhalte muss eine Restaurant-Website mindestens haben?

Fünf Dinge sind Pflicht: die aktuelle Speisekarte, die Öffnungszeiten, die Adresse mit Karte und Anfahrt, die Kontaktmöglichkeiten (Telefon, Reservierung) und echte Fotos vom Lokal und den Gerichten. Genau danach suchen Gäste vor dem Besuch. Untersuchungen aus Deutschland zeigen, dass über die Hälfte der Befragten vor dem Besuch eines neuen Lokals online die Speisekarte anschaut. Achten Sie darauf, dass die Seite auf dem Handy schnell lädt, denn die meisten Gäste suchen unterwegs.

Was kostet eine Online-Reservierung für mein Restaurant?

Das hängt vom Anbieter ab. In der Schweiz gibt es mit MyLOCALINA von localsearch ein komplett kostenloses Abo ohne Gebühr pro Reservierung. Andere Systeme rechnen pro Gast oder als Monatspauschale ab: aleno lässt pro Monat die ersten 600 platzierten Gäste kostenlos und deckelt die Kosten bei maximal CHF 284 im Monat, foratable startet gemäss Markt bei rund CHF 115 pro Monat. Vergleichen Sie, ob Sie lieber eine Pauschale oder eine Abrechnung pro Gast möchten, und prüfen Sie, ob sich das System sauber in Ihre Website einbetten lässt.

Speisekarte online: lieber ein PDF oder eine dynamische Menükarte?

Eine direkt in die Website eingebaute (dynamische) Speisekarte ist fast immer die bessere Wahl. Ein PDF lädt langsam, lässt sich auf dem Handy schlecht lesen und wird von Google schlechter ausgelesen. Eine dynamische Karte als normale Textseite ist mobilfreundlich, schnell aktualisierbar, und Google kann die Gerichte und Preise leichter erfassen und im Unternehmensprofil anzeigen. Wichtig ist vor allem, dass die Karte aktuell ist, denn veraltete oder falsche Angaben ärgern Gäste am meisten.

Wie oft muss ich meine Website und mein Google-Profil aktualisieren?

Halten Sie beides immer aktuell, besonders Öffnungszeiten, Feiertage und die Speisekarte mit Preisen. Ändern Sie etwas im Google-Unternehmensprofil, kann es 24 bis 48 Stunden dauern, bis die Änderung in Google Maps und der Suche erscheint. Planen Sie Anpassungen daher rechtzeitig, zum Beispiel vor Feiertagen oder Betriebsferien. Konsistente Angaben auf Website und Google-Profil verhindern Frust bei Gästen und wirken vertrauenswürdig.

Wie viel bringt eine gute Online-Präsenz einem Restaurant wirklich?

Sehr viel, denn die Reservierung verlagert sich klar ins Internet. Eine Schweizer Auswertung von localsearch zeigt, dass mehr als die Hälfte aller Online-Reservationen (59 Prozent) auf Restaurantbesuche entfällt, deutlich mehr als auf Coiffeur oder Arzt. Wer online gut auffindbar ist, eine klare Speisekarte zeigt und die Reservierung mit einem Klick ermöglicht, senkt die Hürde für den Besuch. Die Kombination aus Google-Profil und eigener Website ist dabei der Hebel mit der grössten Wirkung.

Für ein kleines Landgasthaus lohnt sich eine Website doch gar nicht, oder?

Doch, gerade dann. Kleine Betriebe leben oft von Laufkundschaft und Ausflüglern, die unterwegs auf dem Handy nach einem Lokal suchen. Wer dann nur eine Telefonnummer ohne Speisekarte findet, geht häufig weiter. Eine schlanke Seite mit Karte, Fotos, Öffnungszeiten und Reservierungs-Button reicht völlig aus und muss weder gross noch teuer sein. Sie erreichen damit genau die Gäste, die Sie sonst an das besser sichtbare Lokal nebenan verlieren.

Ihre Restaurant-Website – in einem Gespräch geplant

In einer kostenlosen Erstberatung schauen wir uns Ihr Lokal, Ihr Google-Profil und Ihre Ziele an und zeigen, wie eine schlanke, mobil-optimierte Website mit Speisekarte und Reservierung aussehen kann. Ohne Verpflichtung.

Artikel von Andrin Leuch, causa logic · Schweizer Digital-Agentur für KMU. Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026. Mehr über Causa

Quellen und weiterführende Links: Google Unternehmensprofil für Restaurants, Google-Hilfe: Speisekarte im Unternehmensprofil, localsearch: Online-Marketing für Ihr Restaurant, Statista: Gastronomie in der Schweiz.