Google Business Profil

Google Business Fotos: Diese Bilder bringen mehr Kunden

Von Andrin Leuch Aktualisiert: 1. Juli 2026 8 Min. Lesezeit

Ins Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) gehören echte, aktuelle Fotos Ihres Betriebs: eine Aussenansicht, damit man Sie findet, Innenaufnahmen für die Atmosphäre, Ihre Produkte oder Dienstleistungen sowie Ihr Team. Google empfiehlt pro Kategorie mindestens drei gute Bilder. Technisch verlangt Google das Format JPG oder PNG, eine Dateigrösse zwischen 10 KB und 5 MB sowie eine empfohlene Auflösung von 720 x 720 Pixeln bei einem Minimum von 250 x 250 Pixeln.

Die Fotos müssen scharf, gut ausgeleuchtet und ohne starke Filter sein und die Realität zeigen. Ein modernes Smartphone reicht dafür völlig aus. Fotografieren Sie bei Tageslicht, putzen Sie vorher die Linse, halten Sie das Gerät ruhig und bearbeiten Sie nichts übertrieben. Diese Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, welche Bilder Sie brauchen, welche Regeln gelten und wie Sie ohne Fotograf gute Aufnahmen machen.

Warum Fotos den Unterschied machen

Ihr Google-Unternehmensprofil ist oft der erste Eindruck, den ein Kunde von Ihnen bekommt. Viele Menschen entscheiden in der Google-Suche oder auf Google Maps in wenigen Sekunden, ob sie bei Ihnen anrufen, den Weg suchen oder weiterscrollen. Bilder liefern in diesem Moment die Antworten, die reiner Text nicht gibt: Wie sieht es bei Ihnen aus? Finde ich den Eingang? Passt der Betrieb zu dem, was ich suche?

Das ist in der Schweiz besonders relevant, weil fast alle Menschen mobil suchen. 2023 hatten 98 Prozent der Schweizer Bevölkerung zu Hause Internetzugang, und das Smartphone war mit rund 96 Prozent das meistgenutzte Gerät für die Internetnutzung. Wer unterwegs nach einem Coiffeur, einer Garage oder einem Restaurant sucht, sieht Ihr Profil zuerst auf einem kleinen Bildschirm. Aussagekräftige Fotos schaffen dort Vertrauen und geben einen konkreten Grund, sich für Sie zu entscheiden.

Ein ehrliches Wort zum Ranking: Mehr Fotos verbessern Ihre Position bei Google nicht automatisch. Google bestätigt keinen direkten Ranking-Bonus für die reine Anzahl der Bilder. Kursierende Prozentzahlen, wonach Profile mit Fotos angeblich deutlich mehr Klicks oder Anrufe erhalten, stammen aus SEO-Blogs ohne belastbare Quelle. Der echte Nutzen guter Fotos liegt woanders: Sie überzeugen den Menschen, der Ihr Profil bereits sieht. Genau darum lohnt sich Sorgfalt bei der Auswahl.

Welche Fotos Sie unbedingt brauchen

Google empfiehlt, mehrere Kategorien von Fotos abzudecken und pro Kategorie mindestens drei gute Bilder hochzuladen. So entsteht ein rundes Bild Ihres Betriebs, statt nur ein einzelner Schnappschuss. Die offizielle Google-Liste der empfohlenen Fototypen umfasst:

  • Aussenaufnahmen: Zeigen Sie Ihr Gebäude aus verschiedenen Richtungen und zu verschiedenen Tageszeiten. So erkennen Kunden Ihren Eingang wieder, wenn sie vor Ort ankommen.
  • Innenaufnahmen: Vermitteln Sie die Atmosphäre Ihrer Räume. Der Kunde soll spüren, was ihn erwartet.
  • Produktfotos: Bilden Sie ab, was Sie verkaufen. Bei Dienstleistern treten an diese Stelle Fotos bei der Arbeit, die Sie oder Ihr Team in Aktion zeigen.
  • Speisen und Getränke: Für Gastrobetriebe die wichtigste Kategorie. Zeigen Sie Ihre beliebtesten Gerichte appetitlich, aber ehrlich.
  • Mitarbeiter- und Teamfotos: Ein Gesicht schafft Nähe. Zeigen Sie die Menschen, die den Kunden bedienen, und wenn möglich die Geschäftsleitung.

Denken Sie beim Auswählen aus Kundensicht. Welche Frage beantwortet dieses Bild? Ein Foto der Schaufensterfront mit sichtbarer Adresse hilft beim Finden. Ein Bild vom fertigen Ergebnis Ihrer Arbeit hilft bei der Entscheidung. Bilder ohne klaren Bezug zu Ihrem Betrieb bringen dagegen wenig und können sogar gegen die Regeln verstossen. Dazu mehr weiter unten.

Tipp: Legen Sie sich eine kleine Foto-Checkliste an: eine Aussenansicht, zwei bis drei Innenaufnahmen, drei Beispiele Ihrer Arbeit oder Produkte und ein Teamfoto. Damit erfüllen Sie die Empfehlung von Google und wirken sofort vollständiger als die meisten Mitbewerber.

Die Fotos, die im Google-Profil Vertrauen aufbauen.
Die Fotos, die im Google-Profil Vertrauen aufbauen.

Technische Anforderungen: Auflösung, Format, Grösse

Damit Google Ihre Bilder annimmt, müssen sie ein paar einfache Vorgaben erfüllen. Die gute Nachricht: Ein aktuelles Smartphone liefert diese Werte automatisch, Sie müssen nichts umrechnen. Hier die offiziellen Anforderungen im Überblick.

KriteriumFotosVideos
FormatJPG oder PNGgängige Videoformate
Dateigrösse10 KB bis 5 MBbis 75 MB
Auflösung720 x 720 px empfohlen, mindestens 250 x 250 px720p oder höher
Längebis 30 Sekunden

Zur Einordnung: 720 x 720 Pixel ist ein quadratisches Format. Ihre Handyfotos sind meist grösser und rechteckig, was völlig in Ordnung ist. Google schneidet für einzelne Ansichten selbst zu. Wichtig ist nur, dass die Bilder die Mindestgrösse überschreiten und nicht als winziges, unscharfes Miniaturbild vorliegen. Bei der Dateigrösse müssen Sie aufpassen, wenn ein Foto sehr hochauflösend ist: Übersteigt es 5 MB, verkleinern Sie es vorher am Handy oder speichern Sie es in etwas geringerer Qualität.

Ein Hinweis zum oft genannten Titelbild: Im Netz kursiert die Angabe, ein Titelbild müsse exakt 1024 x 576 Pixel gross sein. Diese Zahl stammt aus Blogs, nicht aus der offiziellen Google-Dokumentation. Google nennt offiziell nur die 720 x 720 Pixel als Empfehlung und 250 x 250 Pixel als Minimum. Halten Sie sich an diese belegten Werte, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Fotos selbst machen mit dem Smartphone

Sie brauchen für den Start keinen Fotografen. Google legt ausdrücklich Wert auf authentische, realitätsnahe Bilder, nicht auf Hochglanz. Ein modernes Smartphone hat genug Auflösung, um alle technischen Anforderungen zu erfüllen. Entscheidend ist weniger die Kamera als die Umsetzung. Diese Punkte machen den grössten Unterschied:

  • Bei Tageslicht fotografieren: Natürliches Licht ist die einfachste Qualitätsverbesserung. Fotografieren Sie tagsüber, bei Aussenaufnahmen möglichst nicht gegen die Sonne.
  • Linse putzen: Ein kurzer Wisch mit einem sauberen Tuch entfernt Fingerabdrücke, die Bilder milchig und unscharf machen.
  • Ruhig halten: Halten Sie das Handy mit beiden Händen. Bei dunkleren Innenaufnahmen stützen Sie sich auf oder legen das Gerät ab, damit nichts verwackelt.
  • Gerade und auf Augenhöhe: Halten Sie die Kamera waagrecht und fotografieren Sie aus normaler Blickhöhe. Das wirkt natürlich und vermeidet kippende Linien.
  • Dezent bearbeiten: Ein leichtes Zuschneiden oder Aufhellen ist erlaubt. Verzichten Sie auf starke Filter, denn Google verlangt, dass die Fotos die Realität zeigen.

Ein realistisches Beispiel: Eine Coiffeuse mit einem kleinen Salon an einer Altstadtgasse in Rapperswil-Jona geht das an einem hellen Vormittag ganz einfach an. Sie fotografiert mit dem Smartphone die Schaufensterfront mit sichtbarer Adresse als Aussenaufnahme, den Innenraum mit den Stühlen für die Atmosphäre, drei fertige Frisuren als Fotos bei der Arbeit sowie ein Teamfoto ihrer zwei Mitarbeiterinnen. Alle Bilder sind quer, scharf und unbearbeitet. Sie lädt sie ins verifizierte Unternehmensprofil hoch. Nach rund einem Tag sind die Fotos in der Google-Suche und auf Google Maps sichtbar.

Bilder und Videos erscheinen übrigens erst, wenn Ihr Unternehmensprofil bestätigt beziehungsweise verifiziert ist. Danach durchläuft jedes neue Foto eine automatische Prüfung, die bis zu 24 bis 48 Stunden dauern kann. Planen Sie das ein, wenn Sie zu einem bestimmten Termin frische Bilder online haben möchten.

Was Sie nicht hochladen sollten

Hochgeladene Fotos dürfen nicht gegen Googles Content-Richtlinien verstossen. Verstösst ein Bild dagegen, erscheint es gar nicht erst oder wird wieder entfernt. Halten Sie sich fern von den folgenden Inhalten:

  • Themenfremde Inhalte: Bilder ohne Bezug zu Ihrem Betrieb gehören nicht ins Profil.
  • Werbung und Anwerbung: Reine Werbegrafiken, Rabatt-Sticker oder Aufrufe wie Jetzt buchen sind nicht erlaubt.
  • Gefälschte oder irreführende Inhalte: Zeigen Sie nur, was der Realität entspricht. Keine geschönten oder falschen Darstellungen.
  • Identitätstäuschung: Geben Sie sich nicht als ein anderes Unternehmen oder eine andere Person aus.
  • Anstössige Inhalte: Sexuell explizite, gewaltverherrlichende oder beleidigende Bilder sind verboten.
  • Personenbezogene private Daten: Keine privaten Informationen Dritter, etwa erkennbare Dokumente, Adressen oder Nummern.

Ein Punkt wird oft übersehen: Verwenden Sie keine Bilder, an denen Sie keine Rechte haben. Fremde Fotos oder gekaufte Stockbilder wirken nicht nur unecht, sie können auch rechtlich heikel sein. Google verlangt zudem, dass hochgeladene Inhalte alle geltenden Gesetze und Vorschriften einhalten. Für Schweizer Betriebe heisst das insbesondere, das Recht am eigenen Bild zu beachten: Fragen Sie Mitarbeitende und, falls Personen klar erkennbar sind, auch Kunden vor der Veröffentlichung um Einverständnis.

Tipp: Erscheint ein hochgeladenes Foto auch nach zwei Tagen nicht, liegt es fast immer an einem Richtlinien-Verstoss. Prüfen Sie dann, ob Werbung, fremde Bilder oder erkennbare private Daten im Bild sind, und laden Sie eine saubere Version hoch.

Wenn Ihr Profil erst einmal steht, lohnt es sich, es ganzheitlich zu pflegen. Gute Fotos sind ein Baustein neben vollständigen Angaben, Öffnungszeiten und Bewertungen. Wie Sie das Profil rundum stark machen, lesen Sie in unserem Leitfaden zum Optimieren des Google Business Profils.

Häufige Fragen

Welche Fotos gehören unbedingt ins Google-Unternehmensprofil?

Google empfiehlt mehrere Kategorien mit je mindestens drei guten Bildern: Aussenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen und zu verschiedenen Tageszeiten, damit Kunden Sie wiedererkennen, Innenaufnahmen für die Atmosphäre, Produktfotos beziehungsweise bei Dienstleistern Fotos bei der Arbeit, bei Gastrobetrieben Speisen und Getränke sowie Fotos Ihres Teams und der Geschäftsleitung. So entsteht ein vollständiges Bild Ihres Betriebs.

Welche technischen Anforderungen stellt Google an die Fotos?

Google verlangt das Format JPG oder PNG, eine Dateigrösse zwischen 10 KB und 5 MB sowie eine empfohlene Auflösung von 720 x 720 Pixeln. Das Minimum liegt bei 250 x 250 Pixeln. Fotos aus einem aktuellen Smartphone erfüllen diese Werte problemlos. Videos dürfen bis zu 30 Sekunden lang und maximal 75 MB gross sein und sollten in 720p oder höher vorliegen.

Kann ich die Fotos einfach mit dem Smartphone machen?

Ja. Ein modernes Smartphone liefert genug Auflösung für das Unternehmensprofil. Wichtig sind laut Google scharfe, gut ausgeleuchtete Bilder ohne starke Filter, die die Realität zeigen. Praktisch heisst das: bei Tageslicht fotografieren, die Linse vorher putzen, das Handy ruhig halten, bei Innenaufnahmen zur Not aufstützen, gerade und auf Augenhöhe fotografieren und die Bearbeitung dezent halten.

Was darf ich auf keinen Fall hochladen?

Nicht erlaubt sind Inhalte, die gegen Googles Content-Richtlinien verstossen: themenfremde Fotos ohne Bezug zum Betrieb, Werbebilder und Anwerbung, gefälschte oder irreführende Inhalte, Identitätstäuschung sowie beleidigende, gewaltverherrlichende, sexuell explizite oder personenbezogene private Inhalte. Zudem dürfen Sie keine Bilder verwenden, an denen Sie keine Rechte haben, etwa Stockfotos oder fremde Bilder. Fotos müssen den geltenden Gesetzen entsprechen.

Wie schnell erscheinen meine hochgeladenen Fotos?

Fotos und Videos werden nur angezeigt, wenn Ihr Unternehmensprofil bestätigt beziehungsweise verifiziert ist. Danach durchlaufen sie eine automatische Prüfung. Es kann laut Google bis zu 24 bis 48 Stunden dauern, bis neue Bilder im Profil sichtbar sind. Erscheint ein Foto gar nicht, verstösst es meist gegen die Richtlinien.

Brauche ich einen professionellen Fotografen oder reicht das selbst gemachte Bild?

Für den Start reichen selbst gemachte, ehrliche Smartphone-Fotos vollkommen. Google legt Wert auf authentische Darstellung, nicht auf Hochglanz. Wenn Sie zusätzlich professionelle Aufnahmen möchten, etwa für Titelbild und Team, liegen die Preise Schweizer Fotografen je nach Aufwand erfahrungsgemäss grob im Bereich von rund CHF 130 bis 300 pro Stunde beziehungsweise CHF 600 bis 1200 für einen halben bis ganzen Tag. Die genauen Kosten hängen von Region, Erfahrung und Umfang ab.

Verbessern mehr Fotos mein Google-Ranking?

Google bestätigt keinen direkten Ranking-Bonus für die reine Anzahl der Fotos. Aussagen wie mehr Bilder gleich besseres Ranking sind unbelegte Annahmen aus SEO-Blogs. Gute, vollständige Fotos helfen trotzdem: Sie zeigen Ihren Betrieb glaubwürdig, beantworten Fragen vorab und geben Interessenten einen Grund, Sie zu wählen statt weiterzuscrollen. Setzen Sie also auf Qualität und Vollständigkeit, nicht auf eine möglichst hohe Zahl.

Google Business Profil – kostenlos prüfen lassen

Sind Ihre Fotos, Angaben und Kategorien richtig gesetzt? In einer kostenlosen Erstberatung schauen wir Ihr Google-Unternehmensprofil gemeinsam an und zeigen Ihnen, wo noch Potenzial liegt.

Artikel von Andrin Leuch, causa logic · Schweizer Digital-Agentur für KMU. Zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026. Mehr über Causa

Offizielle Quellen von Google: Tipps für unternehmensspezifische Fotos, Fotos und Videos im Unternehmensprofil verwalten und die Foto- und Video-Richtlinie.